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Dienstag, den 16. Februar 2010 um 11:54 Uhr

Montagsdemo am 15.02.2010 in Esslingen


Die 253. und in diesem Jahr erste Kundgebung versammelte gut zehn Teilnehmer.


Zunächst wurde Herr Westerwelle auf die Schippe genommen. Seine Gedankenblitze zu Hartz IV durchzogen eigentlich alle Auftritte am Offenen Mikrofon. Der zweite Schwerpunkt war das Urteil des BGH, zum dritten kam der Naziaufmarsch in Dresden dran.

Zu 1. ging es auch um das Alte Rom. Wegen der Dekadenz. Ja die Dekadenz bestand darin, dass damals wie bei Herrn Westerwelle die Arbeit nicht geschätzt wird. Sonst gäbe es keine solchen Widerstände gegen eine ordentliche Bezahlung der Arbeit. Mit dieser Dekadenz ist auch diese Gesellschaft zum Untergang verurteilt. Der einzige Ansatz, der als berechtigt angesehen werden könnte, wenn die Arbeitenden tatsächlich ordentliches Einkommen erzielen könnten, ist der Wunsch nach einem größeren Abstand zwischen dem Einkommen von Lohnempfängern und Langzeitarbeitslosen. Bei dem Druck seitens der Monopole und der Regierung auf die Löhne und Gehälter der Werktätigen bleibt das allerdings nur eine verlogene Phrase. Dazu passen die Art der Rechtsprechung des BGH zur Höhe der Hartz-IV- Bezüge und die Reaktion der Regierung. Solange es so bleibt, haben wir allen Grund, weiter gegen die unsozialen Gesetze zu kämpfen.

Mit Genugtuung wurde aufgenommen, dass der Zug der Nazis durch Dresden trotz Polizeipräsenz, zusammengezogen aus dem ganzen Bundesgebiet, und juristischer Hilfe von den tausenden Antifaschisten verhindert werden konnte. Erinnert wurde hier stellvertretend für die verlogene Demagogie der alten und neuen Nazis an die Nazi-Forderungen nach härteren Strafen für Kinderschänder. Erinnert wurde hier daran, dass gerade die Nazis tausender und Millionen Kinder an ihren Händen kleben haben, egal ob die Kinder vergast, erschlagen, durch „medizinische Forschungen“ oder anderweitig umgebracht wurden oder durch Kriegshandlungen umkamen. Erinnert wurde auch daran, dass sie in Dresden-Neustadt nicht von dem Platz ihrer Schande, an dem die „Deportationen“ der Dresdner Juden begannen, wegkamen.


Aufgerufen wurde zur Solidarität mit Frau Katzer, die morgen um 9.20 Uhr vor dem Arbeitsgericht in Esslingen gegen die Abmahnung der Fa. Metabo in Nürtingen vorgehen wird.


Beschlossen wurde die Vorbereitung des Internationalen Frauentags.



Mit freundlichen Grüßen


H.