Start 2010 14.06.2010 Essen
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Sonntag, den 20. Juni 2010 um 19:12 Uhr

Bericht Montagsdemonstration Essen 14.6.2010

„Wir wollen ein lebenswertes Leben –

Gemeinsam gegen das Krisenprogramm der Regierung!“

Wie schon in den letzten Wochen beteiligten sich mehr Menschen an der 290. Essener Montagsdemonstration. Die ersten Pläne des so genannten ‚Sparprogramms’ der Regierung führten zu einer engagierten Diskussion mit über 70 Teilnehmern.  Dass der Begriff des ‚Sparens’ eine bewusste Methode der Täuschung über die Umverteilung des von den arbeitenden Menschen geschaffenen Reichtums von unten nach oben zugunsten der Banken und Konzerne, um die Krisenlasten auf die breite Masse der Bevölkerung abzuwälzen, wurde in verschiedenen Beiträgen angegriffen. „Geld ist genug da. Mit den ‚Rettungsschirmen’ wurde und wird dem Finanzkapital ermöglicht, erneut zu spekulieren,“ führte ein Redner aus. Besonders empörten sich Montagsdemonstranten und Passanten, dass Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger und Familien bluten sollen. „Dadurch, dass die Regierung für ALG-II-Bezieher nicht mehr Rentenbeiträge einzahlen will, ist der Anstieg der Altersarmut vorprogrammiert und die Verschuldung der kommunalen Haushalte werden durch die Zahlung der Grundsicherung enorm erhöht“, wurde erläutert. Die Schlussfolgerung vieler Redner war, gemeinsam den Kampf gegen dieses Krisenprogramm zu führen und dafür die Montagsdemonstration zu stärken als eine Plattform des organisierten Widerstands. „Ich werde mich an der Herbstdemonstration der bundesweiten Montagsdemonstration gegen die Regierung am 16. Oktober in Berlin beteiligen. Nur durch politischen Druck von der Strasse werden wir wirksam den Kampf gegen wachsende Armut aufnehmen. Und ich werde auch dabei sein, um klar zu sagen, die Ursache dafür ist der Kapitalismus – wir haben Anrecht auf ein besseres Leben und dafür will ich aktiv eintreten,“ so der Beitrag einer Montagsdemonstrantin.