Start 2010 23.08.2010 Recklinghausen
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Donnerstag, den 26. August 2010 um 11:07 Uhr

Liebe Mitstreiter,

hier der aktuelle Newsletter der Montagsdemo Recklinghausen:


Die Teilnehmer diskutierten folgende Themen am offenen Mikrophon:


Die Flutkatastrophe in Pakistan sowie die Brandkatastrophe in Russland

oder die Hochwasser an der Neisse aufgrund von übermäßigen
Niederschlägen machen wieder einmal deutlich, dass Umweltzerstörung
eines der größten vom Kapitalismus verursachten Probleme ist. Wie
anders ist es zu erklären, dass wir in den letzten Jahren immer häufiger
über sogenannte Naturkatastrophen berichten müssen, wenn nicht dadurch,
dass durch ungehemmten Anstieg des Kohlendioxidausstoßes die Temperatur
auf der Erde um einige Grad angestiegen ist? Vertreter multinationaler
Konzerne haben unlängst mit ihren Äußerungen klargemacht, dass ihnen
diese Entwicklung völlig egal ist. Wir fügen hinzu - wenn die Kasse
stimmt, dann gehen diese Herrschaften buchstäblich über Leichen, mehr
noch: Zur Zeit spielt sich ein widerwärtiges Szenario gerade in
Deutschland ab. Da wird die sogenannte "Spendenmüdigkeit" der Deutschen
beklagt, anstatt sich die Konzernchefs zusammensetzen und selbst für die
Hilfe und Beseitigung der von ihnen verursachten Schäden zu sorgen. Dies
würde wenigstens Größe zeigen - aber in der rauhen Welt des Kapitalismus
ist für solche Gefühlsausbrüche kein Platz - im Gegenteil. Da werden die
Opfer des hemmungslosen Wirtschaftens mit ihren Schäden nicht nur
alleine gelassen, sondern zusätzlich auch noch verhöhnt, wenn man ihnen
rät, doch in andere, sicherere Gebiete umzusiedeln.

Was wir in der weiten Welt an Umweltzerstörung beobachten, gilt im

übrigen auch vor Ort. Das geplante neue Kohlekraftwerk in Datteln ist
eine der größten Dreckschleudern in Europa und wird den Treibhauseffekt
noch verschlimmern und vor Ort die Feinstaubbelastung in unvorstellbarer
weise verschlimmern. Bei diesem Kraftwerk wurde beim Bau gegen geltendes
Recht verstoßen und dies mit Wissen der beteiligten Landesregierungen.
Den Bergarbeitern wurde die Lüge aufgetischt, nur beim Bau des
Kraftwerks seien ihre Arbeitsplätze sicher, wohl wissend, dass die
Kraftwerke der neuen Bauweise nur noch mit Importkohle betrieben werden
können. Es geht darum, die Kohle nicht eben nur schnöde zu verbrennen
sondern sie zu veredeln. In der Energieerzeugung müssen neue - technisch
längst mögliche - Wege gegangen werden, um mit dem Verbrennen fossiler
Energieträger endlich aufzuhören und damit die Umwelt noch weiter zu
belasten.

Die nächste Montagsdemo findet am kommenden Montag, 30.08.2010 um 17:15

Uhr auf dem Altstadtmarkt in Recklinghausen statt. Unser Schwerpunktthema lautet dann: "Armut macht krank!"

Gruß


Rupert Seth

Sprecher der Montagsdemo Recklinghausen
Bochumer Str. 213

45661 Recklinghausen

Tel. Festnetz: 0 23 61 / 8 49 66 42
Tel. mobil: 01 52 / 06 64 69 75
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