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Donnerstag, den 26. August 2010 um 11:07 Uhr |
Liebe Mitstreiter,
hier der aktuelle Newsletter der Montagsdemo Recklinghausen:
Die Teilnehmer diskutierten folgende Themen am offenen Mikrophon:
Die Flutkatastrophe in Pakistan sowie die Brandkatastrophe in Russland oder die Hochwasser an der Neisse aufgrund von übermäßigen Niederschlägen machen wieder einmal deutlich, dass Umweltzerstörung eines der größten vom Kapitalismus verursachten Probleme ist. Wie anders ist es zu erklären, dass wir in den letzten Jahren immer häufiger über sogenannte Naturkatastrophen berichten müssen, wenn nicht dadurch, dass durch ungehemmten Anstieg des Kohlendioxidausstoßes die Temperatur auf der Erde um einige Grad angestiegen ist? Vertreter multinationaler Konzerne haben unlängst mit ihren Äußerungen klargemacht, dass ihnen diese Entwicklung völlig egal ist. Wir fügen hinzu - wenn die Kasse stimmt, dann gehen diese Herrschaften buchstäblich über Leichen, mehr noch: Zur Zeit spielt sich ein widerwärtiges Szenario gerade in Deutschland ab. Da wird die sogenannte "Spendenmüdigkeit" der Deutschen beklagt, anstatt sich die Konzernchefs zusammensetzen und selbst für die Hilfe und Beseitigung der von ihnen verursachten Schäden zu sorgen. Dies würde wenigstens Größe zeigen - aber in der rauhen Welt des Kapitalismus ist für solche Gefühlsausbrüche kein Platz - im Gegenteil. Da werden die Opfer des hemmungslosen Wirtschaftens mit ihren Schäden nicht nur alleine gelassen, sondern zusätzlich auch noch verhöhnt, wenn man ihnen rät, doch in andere, sicherere Gebiete umzusiedeln.
Was wir in der weiten Welt an Umweltzerstörung beobachten, gilt im übrigen auch vor Ort. Das geplante neue Kohlekraftwerk in Datteln ist eine der größten Dreckschleudern in Europa und wird den Treibhauseffekt noch verschlimmern und vor Ort die Feinstaubbelastung in unvorstellbarer weise verschlimmern. Bei diesem Kraftwerk wurde beim Bau gegen geltendes Recht verstoßen und dies mit Wissen der beteiligten Landesregierungen. Den Bergarbeitern wurde die Lüge aufgetischt, nur beim Bau des Kraftwerks seien ihre Arbeitsplätze sicher, wohl wissend, dass die Kraftwerke der neuen Bauweise nur noch mit Importkohle betrieben werden können. Es geht darum, die Kohle nicht eben nur schnöde zu verbrennen sondern sie zu veredeln. In der Energieerzeugung müssen neue - technisch längst mögliche - Wege gegangen werden, um mit dem Verbrennen fossiler Energieträger endlich aufzuhören und damit die Umwelt noch weiter zu belasten.
Die nächste Montagsdemo findet am kommenden Montag, 30.08.2010 um 17:15 Uhr auf dem Altstadtmarkt in Recklinghausen statt. Unser Schwerpunktthema lautet dann: "Armut macht krank!"
Gruß
Rupert Seth Sprecher der Montagsdemo Recklinghausen Bochumer Str. 213
45661 Recklinghausen Tel. Festnetz: 0 23 61 / 8 49 66 42 Tel. mobil: 01 52 / 06 64 69 75 E-Mail:
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