Start 2010 26.08.2010 Frankfurt Ankündigung
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Freitag, den 27. August 2010 um 14:49 Uhr
Das wollen wir feiern:
Wann: 30. August 2010
Wo: Frankfurter Hauptwache
Beginn: 18:00 Uhr
Jeder ist herzlich aufgerufen einen Beitrag zu diesem Fest zu leisten: Kaffee und
Kuchen sind willkommen, ebenso Musik, Spiele, ein Beitrag am offenen Mikrofon, ein
Gedicht usw. Bitte meldet Euch bei der Koordinierungsgruppe. Stefano Marinello EMail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Tel: 069/459530 Handy: 017652134958 und kommt
zur wöchentlichen Montagsdemo an der Hauptwache.
Aufstehen für eine lebenswerte Zukunft!
Von Athen bis Berlin – weg mit der Abwälzung der Krisenlasten
auf den Rücken der Bevölkerung
Die Montagsdemonstrationsbewegung ist vor 6 Jahren entstanden im Kampf gegen die
Hartz IV-Gesetze. Dieser hartnäckige Widerstand der Montagsdemos hat mit dafür
gesorgt, dass breite Teile der Bevölkerung, Sozialverbände, Gewerkschaften und linke
Parteien diese Gesetze als menschenunwürdig und untragbar ablehnen. Die Angriffe
durch die Krisenprogramme der Regierungen gleichen sich in der EU. Wir sind tief verbunden
mit den Streiks, Kämpfen und Protesten in anderen Ländern wie Griechenland,
Spanien, Portugal, Italien. Wir lassen uns weder in Einheimische und Migranten oder in
Arbeitslose, Leiharbeiter, Festangestellte spalten, noch gegen „die Griechen“ aufhetzen
(wie die BILD-Zeitung das gerne hätte). EU-weit wollen wir gemeinsam gegen die Krisenprogramme
unserer gemeinsamen Gegner kämpfen. Insbesondere die Jugend rufen
wir auf, sich diesem Protest anzuschließen. Die Regierung ist angezählt! Es ist Zeit
aufzustehen und selbst aktiv zu werden!
6 Jahre Montagsdemos haben Menschen befähigt ihren Prostest und ihre Zukunftsvisionen
am offenen Mikrofon lautstark zum Ausdruck zu bringen und solidarisch, sachlich,
gleichberechtigt mit anderen zu streiten. Befähigt wurden Menschen zum Demonstrieren,
Musikmachen, Organisieren, die sich das zuvor nie zugetraut hätten.
6 Jahre Montagsdemos haben Hartz IV-Betroffene zu Fachleuten des Widerstands
gemacht, die Resignation und Entmutigung hinter sich ließen.
6 Jahre Montagsdemos ließen Solidarität und Freundschaften entstehen, wo vorher oft
Einsamkeit herrschte.
6 Jahre Montagsdemos haben Arbeiter und Arbeitslose zusammengeführt, wo sich
zuvor oft Gräben auftaten.
6 Jahre Montagsdemos führten Rentner und Jugendliche, Frauen und Migranten
verständnisvoll zusammen, die bislang wenig voneinander wussten.
6 Jahre Montagsdemos wurden zu einer Schule neuer Politiker, die bisher nicht daran
dachten, selbst einmal Politik zu machen.
6 Jahre Montagsdemos schaffen internationale Verbindungen im Kampf gegen die
gleichen staatlichen »Sparpakete«, die sich überall als Programme zur Umverteilung des
Volksvermögens von unten nach oben erweisen.
Geschaffen wurde eine überparteiliche Bürgerbewegung, die in der Lage ist, den Massenwiderstand
gegen die Regierung zu fördern, zu organisieren und diese Arbeit selbst
zu finanzieren. Sie ruft besonders in diesem Jahr zur 7. bundesweiten selbstständigen
Herbstdemonstration gegen die Regierung am 16.Oktobrt nach Berlin auf. Eine
starke 7. Herbstdemonstration ist ein wichtiger Impuls und Startschuss für einen „heißen
Herbst“. ( http://www.bundesweite-montagsdemo.com )
Wir wollen viele Freunde für die Demo gewinnen und Erstunterzeichnern für den Aufruf
zur Demo, wir planen unser eigenes wirkungsvolles Auftreten und organisieren eine erschwingliche
Busfahrt nach Berlin.
Übrigens, da die meisten Teilnehmer/innen der Montagsdemo auch Mitglied in eine
DGB-Gewerkschaft sind, unterstützen wir, ohne wenn und aber, die Dortmunder Erklärung:
(Jetzt erst recht: Für starke und kämpferische Gewerkschaften in der Krise!) die
auch online unterschrieben werden kann http://www.gewerkschafter-aktiv.de/5.html
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Sofortige Rücknahme der Strafanzeige gegen einen Sprecher der
Frankfurter Montagsdemonstration!
Der Sicherheitsdienst der Frankfurter Verkehrsbetriebe hat eine Strafanzeige gegen
einen Sprecher der Frankfurter Montagsdemonstration gestellt. Der Vorwurf lautet: üble
Nachrede! Die dargestellten Sachverhalte entsprechen jedoch nicht den Tatsachen, was
genügend Teilnehmer der Montagsdemo belegen können. Die Frankfurter Montagsdemonstration
verurteilt diese Strafanzeige als einen feigen Angriff auf die freie Meinungsäußerung,
auf das Offene Mikrofon und auf die Kultur der Montagsdemonstrationen. Die
Anzeige ist Teil des Abbaus demokratischer Rechte und der Kriminalisierung des demokratischen
Widerstands. Wir bestehen darauf, dass die Menschen ihre Not und ihr Elend,
aber auch ihre Vorschläge und ihre Solidarität am Offenen Mikrofon in aller Öffentlichkeit
zur Sprache bringen können.
Die Frankfurter Montagsdemonstration weist diesen Angriff zurück und fordert:
Rücknahme der Anzeige sowie Kostenerstattung für den Rechtsbeistand!
Die 6 Jahresfeier der Montagsdemonstration ist eine gute Gelegenheit für alle
demokratischen Kräfte und die Presse, sich über diesen Vorgang zu informieren, ihn
bekannt zumachen und die Solidarität zu organisieren.