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Ablauf/Infos 2011
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Sonntag, den 25. September 2011 um 21:04 Uhr

Beitrag von Franz Botens, Mainz

An die Teilnehmer der 8. Herbstdemo:

„Atomkraft ist sicher“ so wurde uns ein halbes Jahrhundert lang eingeredet.

Als vor Jahren durch wissenschaftliche Untersuchungen der Verdacht aufkam, dass in der Nähe von Atomkraftwerken kleine Kinder an Leukämie erkrankten wurde das als Unfug von der Atomwirtschaft zurückgewiesen.

Weitere Studien zeigten eindeutig, dass es kein Unfug ist.

Dann sagte die Atomwirtschaft, es müsse eine Ursache haben, die nicht mit dem AKW zu tun hat. AKW´s seien absolut sauber und sicher.

Es war aber bekannt, dass von AKW´s eine sehr geringe radioaktive Belastung ausgeht.  Eine so niedrige Belastung sei absolut unschädlich.

Erst vor kurzem konnte gezeigt werden, dass am AKW Gundremmingen, während des Wechsels der Brennelemente eine deutlich erhöhte radioaktive Belastung der Umgebung stattfindet. Zum Wechsel der Brennelemente wird der Reaktordruckbehälter kurz geöffnet. Dabei treten radioaktive Gase aus. In Gundremmingen war ein Kind an Leukämie gestorben.

Die Kernkraftwerksbetreiber wussten schon immer, dass beim Wechsel der Brennelemente die Umgebung stärker belastet wird, sie haben aber einfach diese Belastung auf das ganze Jahr verteilt angegeben. So sah es aus, dass nur eine ganz niedrige Strahlenbelastung existiere.

Die Kernkraftwerksbetreiber wussten seit der Atombombe auf Hiroshima, dass radioaktive Strahlung bei Kindern Leukämie auslösen kann.

Sie nahmen bewusst in Kauf, dass Kinder in der Umgebung der AKW´s sterben.

Sie hätten es verhindern können, wenn sie die Bevölkerung über den Zeitpunkt des Brennelementewechsels frühzeitig informiert hätten. Dann hätten die Eltern ihre Kinder für diese Zeit im Haus behalten und sie wären nicht der radioaktiven Gefahr ausgesetzt worden.

Das ist eine mörderische Lüge der Atomwirtschaft.

Eine noch viel größere Lüge ist das Geheimabkommen zwischen der Atomenergieagentur IAEA und der Weltgesundheitsorganisation WHO.

1959 wurde damit der WHO ein Maulkorb verpasst. Das gilt bis heute. Die WHO darf nichts tun, was der IAEA schadet. Sie darf die Menschen nicht vor der radioaktiven Gefahr warnen und sie darf nicht helfen.

Es ist pervers.

Noch perverser ist, dass alle Regierungen der Vereinten Nationen diesem Geheimabkommen zugestimmt haben.

Auch unsere Regierung.

Was ist das für eine Demokratie, in der die Regierung zustimmt, dass die eigenen BürgerInnen belogen und gefährdet werden?

Die Demokratie hat den Rückwärtsgang eingelegt.

Nur wenn wir weiter auf die Straße  gehen, können wir Demokratie erreichen.  Der Protest kann durchaus sehr bunt und fröhlich sein, Er muss dauerhaft sein.

Am Montag werden wir bei den Montagsspaziergängen unsere Solidarität mit den Menschen in Japan mit einer gemeinsamen Presseerklärung zum Ausdruck bringen und das Geheimabkommen von 1959 an den Pranger stellen.

Ich freue mich über jeden Menschen, der sein Grundrecht auf Demonstration und freie Meinungsäußerung wahrnimmt.

Danke.

Franz Botens, montags gegen Atomkraft und für Demokratie

 

 

 
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Sonntag, den 25. September 2011 um 21:01 Uhr

Auch ich unterstützte und begeleitete mit meiner ganzen Kraft und Energie so gut es nur ging wie jedes Jahr die wirklich sehr lebendige, kämpferische und bunte achte Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin!

Jetzt wende ich mich wie schon so oft hier auf meiner Website                http://www.thomas-kistermann.de und bei facebook auf der Seite von

Katja Kipping – Ausverkauf der Politik Für einen demokratischen Aufbruch

und in verschiedenen sozialen Netzwerken jeweils auf meiner Seite an alle                      Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose, Bürgerinnen und Bürger, Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Jugendliche, Kinder und natürlich auch an alle Rentnerinnen und Rentner,

am Samstag, den 17. September 2011 wurde pünktlich bei strahlendem Sonnenschein und richtig angenehmer Temperatur um 11.00 Uhr auf dem Alexanderplatz - oder besser gesagt direkt auf der Auftaktkundgebung - die 8. bundesweite Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin eröffnet.

Es versammelten sich zu diesem Zeitpunkt - es hätten aber eigentlich wegen der guten Vorbereitung und Mobilisierung noch viel mehr sein können - weit mehr als 3.000 bis zu 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Es beteiligten sich traditionell wie jedes Jahr Montagsdemonstranten aus ganz Deutschland und brachten es wieder klar und deutlich auf ihrer Art und Weise zum Ausdruck, dass sie mit den ganzen Hartz-IV Gesetzen bis heute nicht einverstanden sind und es wirklich auch nie in ihrem Leben so ohne weiteres akzeptieren oder vielleicht sogar zum guten Schluss nur ansatzweise hinnehmen werden!

Wenn auch die Gesamtteilnehmerzahl leider etwas niedriger lag als vergangenes Jahr, waren doch erstaunlicher Weise insgesamt mehr Initiativen und Montagsdemonstrationen dabei.

Mir viel und eigentlich auch alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt vor Ort besonders auf, dass unsere kämpferische Aktion in diesem Jahr bei allen Montagsdemonstranten und Passanten dadurch erst richtig gut zum Ausdruck kam, weil viele Aktivisten der Anti-AKW-Bewegung mit auf der Straße waren, sowie einzelne Vertreter der Linkspartei und der Piratenpartei.

Mit dabei auch Migrantenorganisationen wie die ATIK. Die Solidarität mit den kämpfenden Völkern in Griechenland und im Mittelmeerraum wurde ebenfalls klar und deutlich zum Ausdruck gebracht und natürlich auch von zahlreichen Montagsdemonstranten am offenen Mikrofon aufgegriffen und vor allem aber eindeutig unterstrichen und obendrauf noch zusätzlich untermauert.

Außerdem beteiligten sich zahlreiche Delegationen mit Gewerkschaftsfahnen von IG Metall und Ver.di und waren während der Kundgebung und Demonstration sehr gut zu sehen, sowie von Daimler Sindelfingen, Opel Bochum, der Charite Berlin,                                                von Thyssen Krupp-Stahlarbeitern und aus anderen Betrieben.

Selbstverständlich beteiligten sich vor allem aber Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger,

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Leiharbeiter, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, betriebliche Initiativen,

Auszubildende, dass kommunale Wahlbündnis Auf Gelsenkirchen,

der Frauenverband Courage, die MLPD,

der Jugendverband Rebell und seine Kinderorganisation Rotfüchse,                                     aktive Bürgerinnen und Bürger und es beteiligten sich natürlich auch in diesem Jahr wieder     „Stuttgart 21“ Gegner sowie Frauenpower.

Meiner Meinung nach herrschte eine kämpferische, optimistische Stimmung.

Man merkte doch irgendwie den sehr selbstbewussten Teilnehmern an, dass sie mit gutem Recht stolz sind auf ihr Durchhaltevermögen und in absehbarer Zeit und natürlich auch in Zukunft weiterhin gegen Hartz-IV demonstrieren und gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit nicht locker lassen und vor allem aber im nächsten Jahr wieder gegen die Regierung in Berlin demonstrieren werden.

Viele Rednerinnen und Redner ergriffen das offene Mikrofon und brachten somit auch      klar und deutlich zum Ausdruck, dass sie mit dieser unsozialen und volksfeindlichen Politik schon lange nicht mehr mit einverstanden sind und seit über 7 Jahren in ihren Städten besonders mit ihrem ganzem Herzen und Verstand Montag für Montag die Montagsdemobewegung unterstützen und vor allem aber begleiten.

Diese Gelegenheit nutzte ich natürlich auch und ergriff das offene Mikrofon auf einem LKW und sagte:

„Mein Name ist Thomas Kistermann und ich bin Sprecher und auch einer der Moderatoren der Gelsenkirchener Montagsdemobewegung.

Wir demonstrieren seit Montag, den 9. August 2004 Montag für Montag direkt in der Gelsenkirchener Innenstadt gegen Hartz IV.

Seit Montag, den 14. März 2011 demonstrieren wir ebenfalls Montag für Montag für die sofortige Stilllegung aller AKWs weltweit auf Kosten der Betreiber/Monopole für             100 Prozent erneuerbarer Energien (seit der Atomkatastrophe in Fukushima).

Der harte Kern ist bei uns also geblieben und wir sind so im Durchschnitt etwa zwischen  70 und 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Und darauf sind wir besonders stolz!

Im Januar 2005 wurde Hartz IV eingeführt. Zeitgleich - also auch im Januar 2005 - wurde die Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal eingeführt.

Seitdem muss sogar ein Hartz-IV-Empfänger 10 Euro Eintritt pro Quartal bei einem Arztbesuch und Zuzahlungen für Medikamente hinlegen. Das Geld reicht jetzt schon vorne und hinten nicht und eigentlich dürften aus diesem Grund Arbeitslose und                            Hartz-IV-Empfänger erst gar nicht krank werden, weil sie die anfallenden Kosten wirklich nicht mehr tragen können.

Das haben unsere lieben Volksvertreter, bürgerlichen Politikerinnen und Politiker,  Abgeordnete, Staatsminister, Innenminister, Finanzminister, Bundestagsabgeordnete und natürlich auch einschließlich Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren (noch!)

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Außenminister Guido Westerwelle (FDP) im Bundestag in Berlin und vor allem aber gerade ihre Wirtschaftsexperten nicht berücksichtigt oder gar nicht erst mit eingerechnet, weil sie ja schließlich überversorgt sind und einfach mal so etwa 11.000 Euro im Monat zur Verfügung haben, einschließlich Kostenpauschale und andere Vergünstigungen.

Aus diesem Grund sollten sich über Nacht alle Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose,                    Bürgerinnen und Bürger, Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Jugendliche, Kinder und natürlich auch alle Rentnerinnen und Rentner an der 8. bundesweiten Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin beteiligen um so klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass das Volk jetzt endlich diese volksfeindliche und unsoziale Politik nicht mehr hinnehmen wird und vor allem aber gerade in dieser schwierigen Zeit weiterhin richtigen aktiven Widerstand zeigen wird.

In über 100 Städten Deutschlands - wo die Montagsdemonstrationen stattfinden – und hier in Berlin wird nämlich die Solidarität ganz groß geschrieben und jung und alt lassen sich bei uns weder jetzt noch zu einem anderen Zeitpunkt spalten. Sie halten selbstverständlich in absehbarer Zeit und natürlich auch in Zukunft ganz fest zusammen. Und das ist auch gut so!

Denn das wäre wirklich die beste Versicherung für die Herrschenden und Monopol-Politiker

in unserem Land und sie kämen aus dem lachen nicht mehr raus!“

Dann ergriff Patrick Bosse von der Montagsdemo Berlin das offene Mikrofon und sagte:

"Die korrupte und unfähige Merkelregierung agiert nur für die deutschen Großmonopole, deshalb müssen immer mehr Arbeiter zusätzlich mit Hartz IV aufstocken."

Als nächstes ergriff Georg Daniels vom "Zeitungsprojekt Arbeit und Zukunft" das offene Mikrofon und betonte in seiner Rede, dass der Niedriglohnsektor bereits 20 Prozent der Arbeitsplätze ausmacht. 

Danach sangen Werner und Christiane aus Eisenhüttenstadt
"Nur wer sich traut, erfährt was er kann".

Das kam ebenfalls bei allen Montagsdemonstranten und Passanten sehr gut an und die Stimmung war hervorragend.

Johannes Rupprecht aus Nürnberg berichtete am offenen Mikrofon von den Angriffen des Staatsapparats gegen die dortigen Montagsdemonstranten.

Weil sie sich nicht das Spendensammeln und das Mikrofon nicht verbieten ließen, und es ablehnten, sich von der Straße auf den Gehweg abdrängen zu lassen, sollten seine Finger- und Handabdrücke zur "vorbeugenden Strafbekämpfung" aufgenommen werden. Dies wurde durch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit der Montagsdemonstranten verhindert.

Karsten Bühler vom "Berliner Schwabenstreich" ergriff auch das offene Mikrofon und sagte, dass am 16. September viele Tausend in Berlin am Kanzleramt gegen die Flugrouten für den neuen Berliner Großflughafen demonstriert hätten.

Eine ältere Frau, die sich als "Montagsdemo-Oma" aus Essen vorstellte, forderte und

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brachte besonders klar und deutlich am offenen Mikrofon zum Ausdruck, dass die Gesellschaft von den Erfahrungen der Alten lernen müsse.

"Jeder alte Mensch hat ein Recht auf eine gute Behandlung" sagte sie.

Lutz Wilmering von Anti-AKW Berlin berichtete eindrucksvoll und sehr überzeugend am offenen Mikrofon, dass seine Gruppe seit der Atomkatastrophe in Fukushima am                                                                                                                                Bundeskanzleramt demonstriere.

"Alle AKW müssen sofort und weltweit abgeschaltet werden", rief er. Dem schloss sich auch die Sängerin Trisha von der Band Chaosplan mit ihrem Song "Abschalten" an.

"Wir müssen künftig erreichen, dass die Gewerkschaften offiziell zu der Herbstdemo gegen die Regierung aufrufen",
sagte der Gewerkschaftler und Montagsdemonstrant Gerd Pfisterer aus Dortmund.

Er berichtete auch über den erfolgreichen Widerstand der Dortmunder gegen einen Faschistenaufmarsch. Christine Otto von der Montagsdemonstration Bochum wandte sich entschieden gegen die geplanten 78 Entlassungen bei Opel in ihrer Stadt, wobei zugleich Leiharbeiter zu Billiglöhnen ins Werk geholt würden. Auch Alexander Spieß von den Datenschützern der Piratenpartei trat für die Abschaffung von Hartz IV ein.

Es war wirklich schon sehr beeindruckend, als dann der Demonstrationszug ebenfalls mit weit mehr als 3.000 bis zu 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern so gegen 12. 00 Uhr richtig in Bewegung kam. So erhielten wir überraschenderweise sogar sehr große Zustimmung von sehr vielen Passanten.

An vielen Stellen gab es interessante Diskussionen über die offenen Mikrofone,

Kulturgruppen und Lieder prägten das Bild. Ein kämpferischer Gruß wurde auch an den

gleichzeitig in Leipzig tagenden Ver.di-Bundeskongress gerichtet.

Das sich laut Veranstalter doch tatsächlich nur 3.000 bis 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser wohl sehr lebendigen und kämpferischen Aktion beteiligt haben, daran müssen wir jetzt richtig mit Hochdruck arbeiten und dafür sorgen, dass wir wirklich spätestens bis nächstes Jahr auf jeden Fall und in jeder Hinsicht noch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer davon überzeugen und so gut und vor allem aber soweit motivieren, dass sie sich an der 9. bundesweiten Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin – Termin steht allerdings leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest – beteiligen sollen und dass sich der Einsatz und Kampf tatsächlich lohnt und natürlich auch zum guten Schluss irgendwie doch bezahlt macht!

Dann sah ich schon das erste Transparent. Darauf stand:

„Weg mit der Rente 67! Herabsetzung des Rentenalters ohne Rentenminderung!“

Und schon sah ich das nächste Transparent. Darauf stand:

„Weg mit Unvereinbarkeitsbeschlüsse und anderen Maßregelungen gegen Linke und kämpferische Kollegen in den Gewerkschaften!“

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Auf einem anderen Schild stand:

„Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!“

Dann folgte schon das nächste Schild. Darauf stand:

„Für die Verteidigung und Ausbau der gewerkschaftlichen und politischen Rechte!“

Dann ging es Schlag auf Schlag weiter und ich sah schon wieder ein Transparent. Darauf stand: „Die Verursacher sollen die Kosten der Krise bezahlen!“

Auf einem anderen Transparent stand: „Unbefristete Übernahme aller Ausgelernten entsprechend ihrer Ausbildung!“

Und dann sah ich noch ein Schild. Darauf stand: „Offen für gesellschaftliche Alternativen,

eine solidarische Gesellschaft, jenseits von Kapitalismus und Konkurrenz!“

Mich hat es wirklich schon sehr beeindruckt, dass auf dem Leittransparent der Demonstration die stolze Parole "Seit 2004, bis zum Ende von Hartz IV“ stand.

"Arbeitsplätze schaffen auf Kosten der Profite" schrieben Opel-Arbeiter auf ihr Transparent und benutzten es selbstverständlich während der Kundgebung und Demonstration.

Außerdem war es sehr beeindruckend, dass ein größerer Block des Jugendverbands Rebell - besonders während des Umzugs durch die Berliner Strassen – wirklich eine                        sehr selbstbewusste und kämpferische Ausstrahlung zum Ausdruck brachten und vor allem aber alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dieser Art und Weise in ihrem Bann zogen.

Mir viel besonders am offenen Mikrofon auf, dass immer wieder von verschiedenen Rednern der Kapitalismus in frage gestellt wurde. Er löst schließlich nur eine Krise nach der anderen aus und man wird auf jeden Fall und in jeder Hinsicht nach Strich und Fanden ausgebeutet und unterdrückt und der Kapitalismus wird natürlich auch immer wieder Arbeitsplätze vernichten und vor allem aber niemals Arbeitsplätze schaffen.

Ich möchte noch nicht einmal im Traum einer von den Herrschenden sein. Denn ich wüsste gar nicht, wie ich mit guten Argumenten – die ich mir dann irgendwie aus meinen Ärmeln ziehen oder mit aller Gewalt schütteln müsste und die es ja eigentlich überhaupt nicht gibt - den Kapitalismus verteidigen soll!

Um 14:30 Uhr hatte - wieder auf dem Alexanderplatz - die Abschlusskundgebung begonnen.

Das muss ich - allerdings wie schon so oft am offenen Mikrofon in der Öffentlichkeit - sehr scharf kritisieren, weil wir unsere jährliche Abschlusskundgebung der bundesweiten Herbstdemonstration gegen die Regierung seit 2009 nicht mehr traditionell und wie gewohnt am Brandenburger Tor in Berlin durchführen, sondern auf dem Alexanderplatz.

Das muss man wirklich sehr gründlich untersuchen und vor allem aber gerade sehr kritisch hinterfragen, da es auch sehr viele kämpferische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der bundesweiten Montagsdemobewegung gibt, die doch tatsächlich behaupten, dass wir auf dem Alexanderplatz in Berlin im Endeffekt viel mehr Menschen erreichen, als am Brandenburger

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Tor.

Es sprachen elf Redner, darunter Aktivisten aus der Umweltbewegung, Gernot Wolfer für

den Umweltratschlag, der Charite Personalrat Andreas Trendelenburg, Pedro Murillo, ein

Vertreter der Rebellion der spanischen Jugendbewegung, Bettina vom Frauenverband

Courage, Birgit Kühr von der sozialen Bewegung Brandenburg, Gitta Wester vom Jugendverband Rebell und aus Hamburg Kourosh Yektai, ein Widerstandskämpfer aus dem Iran und Aktivist der ersten Stunde von der Montagsdemo Hamburg.

Ein Vertreter der Linkspartei Halle-Saale überbrachte ein Grußwort von dem Landtagsabgeordneten
Frank Kuschel.

Reinhard Funk vom Zentralkomitee der MLPD sagte über die sieben Jahre andauernde Montagsdemobewegung:

"Längeren und dauerhafteren Protest gegen die Regierung gibt es nicht. Darauf können wir stolz sein."

Jede Bundesregierung werde auch in Zukunft weiter mit der Montagsdemobewegung rechnen müssen, so der MLPD Repräsentant.

Die achte, bundesweite Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin war eine gelungene, kämpferische und vorwärts weisende Aktion. Angesichts der zunehmend in Bedrängnis geratenden Bundesregierung genau der richtige Schritt.

Ich bemerkte jedoch scharfsinnig, als ich nach Hause kam, dass weder in ARD, ZDF, WDR noch auf alle anderen öffentlichen einschließlich zahlreicher Privatsender von       RTL bis SAT 1 – also wirklich nichts - von unserer 8. bundesweiten Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin berichtet wurde.

Denn die Herrschenden und Monopol-Politiker wissen ganz genau, dass demnächst sogar eine noch sehr viel größere Wirtschafts- und Finanzkrise ausbrechen kann, als 2008 und dass dann spätestens endlich das Volk irgendwann aufsteht und sich richtig massiv und vor allem aber mit aller Gewalt - so gut es nur geht und jeder nach seinen Fähigkeiten und Kräften dementsprechend eingesetzt wird - gegen diese unsoziale und volksfeindliche Politik wehrt.

Mit freundlichen Grüßen

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Thomas Kistermann

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Sonntag, den 18. September 2011 um 18:38 Uhr

Hier ein Link zu einem Film über die gestrige Demonstration. Ist
allerdings in Englisch. Weil es ein internationaler Sender ist, den man
über Kabel Digital empfangen kann.

http://www.presstv.com/detail/199751.html


Zuvor gab es auf der gleichen Seite bereits einen Artikel über die Demo.

 
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Donnerstag, den 15. September 2011 um 21:17 Uhr

Redner und Künstler bei der 8. Herbstdemonstration am 17.09.11 in Berlin

Bei der Auftaktkundgebung sprechen neben Vertretern verschiedener Montagsdemos u.a. kämpferische Gewerkschafter, Alexander Spies/Piratenpartei, Anti-AKW-Mahnwache/Berlin, Georg Gadan/Zeitungsprojekt Arbeit und Zukunft, Stuttgart 21-Gegner, Aktionsbündnis gegen Atomkraft/Hannover. Dazwischen gibt es verschiedene Kulturbeiträge.

Bei der Abschlusskundgebung sprechen unter anderem:

Pedro Murillo Arnau aus Spanien; Gernot Wolfer/Umweltratschlag; Kourosh Yektai von Ver.di und attac; Gitta Wester/Jugendverband REBELL; Davis Kühne & Steffen Aumüller von „Acampada Echte Demokratie Jetzt“; Ulf Stumpe von der Bürgerinitiatvie CCS Contra (Kohlendioxidverpressung); Reinhard Funk/MLPD; ein Vertreter der AGIF; der Frauenverband Courage und Kollegen von Opel und Charité Berlin. Als Künstler treten u.a. Jane Zahn, Independent Danger und Compañeras auf.

Wer noch bei einer der Kundgebungen sprechen möchte, soll sich bitte umgehend bei der Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo anmelden (0170/3836116).

 
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Dienstag, den 06. September 2011 um 16:03 Uhr

Spielregeln der bundesweiten Montagsdemonstration 2011

  1. 1. Spielregeln für die bundesweite Demonstration am 17.09.11 in Berlin

Alle tragen dazu bei, dass die Demonstration das Anliegen der Demonstration kämpferisch, lebendig und diszipliniert zum Ausdruck bringt und anziehend Werbung macht für den gemeinsamen Einsatz gegen die neue Regierung der Sozialräuber von CDU und FDP - für Arbeitsplätze, soziale Rechte und ein menschenwürdiges Leben!

2. Wir sind stolz darauf, dass auf dieser Demo
das ganze Spektrum der Anti - Hartz IV - Bewegung und der sich formierenden kämpferischen Opposition aus den Betrieben und der Straße vertreten ist. Das kann nur funktionieren in der kämpferischen Gemeinsamkeit gegen die volksfeindliche Politik der neuen Regierung, bei gegenseitigem Respekt, sowie Unterlassen jeglicher Angriffe auf andere beteiligte Kräfte.

3.
Gleichberechtigt, bunt und vielfältig: Wir sorgen alle dafür, dass jeder zum Zuge kommt und keiner dominiert - nur Faschisten oder religiöse Fanatiker haben auf der Demonstration keinen Platz.

4. Für Power, klaren Kopf und ein anziehendes Erscheinungsbild:
Alkohol und Drogen sind auf der Demo tabu!

5. Jede Montagsdemo hilft mit, dass die Demonstration nach diesen Spielregeln abläuft. Sie stellt dazu pro 30 Teilnehmer 1 Ordner (
jeder Bus soll 2 Ordner stellen). Sie bleiben bei den Teilnehmern aus ihrem Reisebus und sind gegenüber Diesen verantwortlich für die Umsetzung der Spielregeln. Sie bringen ihre Ordnerbinden mit.

6. Damit die Demonstration sich übersichtlich, ansprechend und in voller Kraft entfaltet und gut zu sichern ist, gehen wir in
6er-Reihen und nicht zu dicht hintereinander. Jeder ist dafür verantwortlich, dass das klappt und alle mitmachen. Sorgt besonders für die Kinder!

7. Während der Demonstration steht auf den Lkw`s ein
offenes Mikrofon für Kurzreden, Slogans und Lieder zur Verfügung! Die einzelnen Demoabschnitte organisieren sich selbst mit Musik, Slogans und Kurzreden rund um Musikgruppen und Mikros. Auch die Ordner organisieren sich in Demo-Abschnitten.

8. Der Demozug beginnt pünktlich nach der Auftaktkundgebung (ca. 12.00 Uhr), vom Alexanderplatz! Die gemeinsame
Abschlusskundgebung findet um ca. 14:30 Uhr statt. Anschließend wird es noch tolle Musik zum Tanzen geben. Beim Eintreffen auf dem Platz bitten wir alle, zügig nach vorne zu gehen und sich aufzustellen.

9. Nach dem Ende der Abschlusskundgebung sorgt jeder dafür, dass der Platz Müllfrei hinterlassen wird. Jeder entsorgt seinen Müll selber.


10. Jeder Beteiligte hat die Möglichkeit, bei der Abschlusskundgebung gegen die Gebühr von 15 Euro
Stände aufzustellen und zu werben. .

11. Die Demo ist finanziell unabhängig! Bitte
spendet großzügig für ihre Finanzierung. Spenden werden bei der Abschlusskundgebung gesammelt. Die Spendensammler/innen sind mit Armbinden gesondert gekennzeichnet, das wird von den Moderator/innen bekannt gegeben.

12.
Verantwortlich für die Demonstration, ihre Führung und Repräsentanz gegenüber der Polizei ist die Koordinierungsgruppe der bundesweiten Montagsdemos. Bitte haltet euch unbedingt an die Regelungen von Demonstrationsleitung und Ordnern. Viel Erfolg uns allen!

 

 

 
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Dienstag, den 06. September 2011 um 16:00 Uhr

Organisatorisches zur Herbstdemonstration

Sammeln der Demonstrationsteilnehmer mit offenem Mikrofon und kulturellen Beiträgen und Aufbau der Infostände ab 10.00 Uhr

Beginn der Auftaktkundgebung:                   11.00 Uhr

Beginn der Demonstration:                           ca. 12.00 Uhr

Demonstrationsroute:

Alexanderplatz – Alexanderstraße – Karl-Liebknecht-Straße – Torstraße – Schönhauser Allee – Danziger Straße – Prenzlauer Allee – Marienburger Straße – Greifswalder Straße – Otto-Braun-Straße – Alexanderstraße –Alexanderplatz

Beginn der Abschlusskundgebung                 ca. 14.30 Uhr

Für Busse bestehenden nach dem Ausladen der Demonstrationsteilnehmer Parkmöglichkeiten in der Straße des 17. Juni (Nahe Brandenburger Tor), am Hauptbahnhof oder in der Karl-Marx-Allee.

Demonstrationsteilnehmer, welche aus gesundheitlichen Gründen nicht die gesamte Demonstrationsstrecke mitlaufen können, bestehend nachstehend aufgeführte Möglichkeiten, frühzeitig per öffentliche Verkehrsmittel wieder auf den Alexanderplatz zurückzukehren:

U-Bahnhof Eberswalder Straße (nach ca. 2,8 km)

Mit der U-Bahn Linie 2 ohne Umsteigen

Ca. 10 Minuten bis Alexanderplatz

Prenzlauer Allee (nach ca. 4,0 km)

Mit der Tram Linie 2

ca. 10 Minuten bis Alexanderplatz

Greifswalder Straße (jederzeit möglich, Stationsdichte der Tram ca. 300 m)

Mit der Tram Linie 4 (Einstieg jeweils nach ca. 600 m möglich)

ca. 10 Minuten bis Alexanderplatz

Der Einzelfahrschein kostet 2,30 EUR, ermäßigt 1,10 EUR

Bei mindestens vier Teilnehmern ist das Lösen einer 4-Fahrten-Karte mit je vier unabhängig voneinander nutzbaren Einzeltickets möglich (die 4-Fahrten-Karte kostet 8,20 EUR, ermäßigt 5,30 EUR).

Wir bitten darum, dass sich aus den verschiedenen Orten Aktivisten als Ordner zur Verfügung stellen und sich am Demonstrationstag an der Bühne auf dem Alexanderplatz melden. Bitte auch Ordnerbinden mitbringen.

Es werden zwei Lautsprecherwagen im Demonstrationszug mitgeführt. Hier bestehen ausreichend Möglichkeiten für Redebeiträge am offenen Mikrofon und kulturelle Beiträge.